Made with MAGIX Anisotropien Es handelt sich hierbei um lrisationserscheinungen, die an thermisch vorgespannten Scheiben (ESG/TVG) auftreten können. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und teilvorgespanntes Glas (TVG) wird durch einen speziellen thermischen Prozess vorgespannt. Dieser Herstellprozess erzeugt Spannungszonen im Glas, die unter polarisiertem Licht zu Doppelbrechungen führen. Bei Betrachtung des vorgespannten Glases unter bestimmten Lichtverhältnissen können Polarisationsfelder sichtbar werden, die sich als Muster bemerkbar machen. Dieser Effekt ist für ESG bzw. TVG charakteristisch und physikalisch bedingt. Das natürliche Tageslicht enthält je nach Wetter oder Tageszeit einen mehr oder weniger hohen Anteil polarisierten Lichts. Biegefestigkeit Beim Biegen einer Verglasung wird die eine Seite verdichtet und die andere Seite gedehnt. Die Biegebruchfestigkeit liegt in der Größenordnung von - 40 MPa (N/mm²) bei einem Floatglas - 120 bis 200 MPa (N/mm2) bei vorgespanntem Glas Die hohe Festigkeit von vorgespanntem Glas beruht auf hoher Druckspannung an den Oberflächen und Zugspannung im Inneren. Dichte Die Dichte von Glas beträgt 2,5 g/cm³. Daraus ergibt sich für Flachglas eine Masse von 2,5 kg pro m² und pro mm Dicke. Doppelscheiben-Effekt Der Scheibenzwischenraum (SZR) bildet bei Isolierglas ein zum Außenraum hermetisch abgedichtetes Volumen, auf das die Gasgesetze anzuwenden sind. Die Scheiben sind am Rand durch die Verklebung fest verbunden und wirken deshalb wie Membranen. Bei allen Lultdruck- und Temperaturschwankungen verändert sich das Volumen im Scheibenzwischenraum. Dadurch biegen sich die Scheiben entsprechend durch. Die Durchbiegung äußert sich in mehr oder minder starken Verzerrungen der Spiegelbilder in den Scheiben. Diese physikalisch unvermeidbare Erscheinung nennt man Doppelscheiben- oder Isolierglas-Effekt. Im eigentlichen Sinne ist dieser Effekt ein Qualitäts- beweis für das Isolierglas. An ihm erkennt man, dass der Scheibenzwischenraum hermetisch abgedichtet ist. Druckfestigkeit Die Druckfestigkeit von Glas ist sehr hoch (1000N/mm² = 1000 MPa). Dies bedeutet, dass man eine Last in der Größenordnung von 10 Tonnen benötigt, um einen Glaswürfel mit einer Seitenlänge von 1 cm zu zerstören. Eigenfarbe Alle bei Glaserzeugnissen verwendeten Materialien haben rohstoffbedingte Eigenfarben, welche mit zunehmender Dicke deutlicher werden können. Um die gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf Energieeinsparung zu erfüllen, werden beschichtete Gläser eingesetzt. Auch beschichtete Gläser haben eine Eigenfarbe. Diese Eigenfarbe kann in der Durch- sicht und/oder in der Aufsicht unterschiedlich erkennbar sein. Schwankungen des Farbeindruckes sind aufgrund des Eisenoxidgehalts des Glases, des Beschichtungsprozesses, der Beschichtung sowie durch Veränderungen der Glasdicken und des Scheibenaufbaus möglich und nicht zu vermeiden Einscheibensicherheitsglas (ESG) Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist Float- oder Ornamentglas, das eine erhöhle Temperaturwechselbeständigkeit, erhöhte Schlag- und Stoßfestigkeil und erhöhte Biegebruchfestigkeit aufweist.  Aus diesem Grund kann es auch als Konstruktionselement verwendet werden. Bei Scheibenbruch löst sich die gesamte Scheibe in ein Netz von Bruchstücken auf, die überwiegend stumpfkantig sind und untereinander lose zusammenhängen. Dadurch werden ernsthafte Verletzungen weitgehend vermieden. Diese Eigenschaften des Glases beruhen auf seiner Vorspannung. ESG wird nach dem Zuschneiden und der eventuell erforderlichen Bearbeitung, wie Kantenbearbeitungen, Glasausschnitte, Bohrungen usw., gleichmäßig auf ca 600 'C erhitzt und anschließend mit Kaltluft konvektiv abgeblasen Beim Abkühlen bleibt die Kernzone im Glasquerschnitt warm, während die Oberflächen schnell erkalten. Dadurch entstehen dort Druckspannungen, während sich im Inneren eine hohe Zugspannung einstellt. Die Änderungen der physikalischen Eigenschaften gegenüber Floatglas beruhen auf diesen Spannungsunterschieden. Elastizität Glas ist ein vollkommen elastischer Werkstoff: Es weißt nach einer Biegung keine Verformungen auf. Es ist jedoch zerbrechlich, das heißt, wenn es einer zunehmenden Biegung ausgesetzt ist, zerbricht es bei einem Bestimmten Punkt ohne vorherige Anzeichen. Elastizitätsmodul: 7x1010Pa nach EN 572-1 Gesamtenergiedurchlass g-Wert Eine Verglasung ist grundsätzlich für Sonnenstrahlung durchlässig, die kostenlos Energie zuführt. Der g-Wert einer Verglasung ist der Prozentsatz an Energie, die in den Raum gelangt, bezogen auf die gesamte Sonnenenergieeinstrahlung. Er setzt sich zusammen aus dem direkt durchgelassenen Strahlungsfluss und der ins Rauminnere abgegebenen Sekundarenergie, also der Erwärmung der Scheibe. Je niedriger der g-Wert, desto geringer die Nutzung der Sonnenenergie. Interferenz-Erscheinungen Bedingt durch die optimale Planparallelität von Floatglasscheiben kann es bei bestimmten Lichtverhältnissen zu optischen Erscheinungen kommen. Diese machen sich durch regenbogenartige Flecken, Bänder und Ringe bemerkbar, die beim Druck auf die Scheibe ihre Lage verändern. Interferenzen sind rein physikalisch bedingte lichtbrechungs- und Überlagerungserscheinungen. Sie treten nur in Fällen auf. bei denen zwei oder mehrere Floatglasscheiben hintereinander angeordnet werden. Da die Stärke der Erscheinung von den örtlichen Beleuchtungsverhältnissen, der Lage der Scheibe und dem Lichteintrittswinkel abhängig ist, tritt sie nur selten und nur bei gleichzeitigem Vorhandensein mehrerer Faktoren auf. Interferenzen zeigen sich hauptsächlich unter einem bestimmten Betrachtungswinkel in der Ansicht von außen. selten in Durchsicht. Es handelt sich somit bei diesen Interferenzen um physikalische Erscheinungen, die als Ausdruck einer ausgezeichneten Floatglasqualität anzusehen sind. Isolierglas Das Prinzip einer Isolierglasscheibe besteht darin, zwischen zwei Glasscheiben ein unbewegliches, getrocknetes Luftpolster einzuschließen, um den Wärmeaustausch durch Konvektion zu begrenzen und die geringe Wärmeleitfähigkeit der Luft zu nutzen. Längenausdehnungskoeffizient Der Längenausdehnungskoeffizient gibt an, um wieviel sich eine 1 m lange Glaskante bei einer Temperaturerhöhung von 1 K ausdehnt. Der genaue Wert beträgt 9 x 10-6 K-1, als Faustgröße nimmt man 1mm Ausdehnung pro 1 m Glaslänge und 100 K Temperaturunterschied an. Temperaturwechselbeständigkeit Glas ist beständig gegen Temperaturdifferenzen von 40 K über die Scheibenfläche, die Bruchbeständigkeit bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist bis zur Temperaturunterschieden von 200 K gegeben. Glas-ABC